Heinrich Barth 1890–1965

Leben

Heinrich Barth wuchs im Berner Pfarrhaus auf, studierte bei den Marburger Neukantianern und lehrte von 1928 bis 1965 an der Universität Basel — vier Jahrzehnte lang, im Schatten seines Bruders Karl und seines Kollegen Karl Jaspers.

Geboren am 3. Februar 1890 als Sohn des Kirchenhistorikers und Neutestamentlers Fritz Barth, vier Jahre nach seinem älteren Bruder Karl. Nach dem Freien Gymnasium in Bern studierte er Philosophie und Altphilologie zunächst in seiner Geburtsstadt, dann in Marburg bei Hermann Cohen und Paul Natorp, deren Lehre den Ausgangspunkt seines eigenen Werks bildete, schliesslich in Berlin.

1913 promovierte er in Bern bei Anna Tumarkin mit einer Arbeit zur Erkenntnisbegründung bei René Descartes. Ab 1918 unterrichtete er an der Höheren Töchterschule in Basel, der Geburtsstadt seines Vaters, in der er bis zu seinem Tod lebte und wirkte. 1920 habilitierte er sich mit einer Arbeit über die Seele in der Philosophie Platons.

Stationen

  • 1890Geboren am 3. Februar in BernSohn des Kirchenhistorikers Fritz Barth
  • 1913Promotion in BernDissertation zur Erkenntnisbegründung bei Descartes, bei Anna Tumarkin
  • 1918Übersiedlung nach BaselLehrer an der Höheren Töchterschule
  • 1920HabilitationDie Seele in der Philosophie Platons
  • 1928Ausserordentlicher Professor
  • 1929Vermählung mit Gertrud Helbing
  • 1942Ordentlicher Professor
  • 1950Nachfolge Herman SchmalenbachsGesetzlicher Lehrstuhl für Philosophie, vorgeschlagen primo et unico loco
  • 1965Gestorben am 22. Mai in Basel